Buchsbaumzünsler

Der Buchsbaumzünsler – ein Überblick

Eine Buchsbaumzünslerraupe

Raupe des Buchsbaumzünslers (Cydalima perspectalis) © Zerbor / Fotolia.com

Der Buchsbaumzünsler (lat. Cydalima perspectalis) ist ein Schädling, der Buchsbäume befällt und diese vollständig zerstören kann. Es handelt es sich um einen Falter, der seine Eier hauptsächlich an den äußeren Blättern des Buchsbaums ablegt. Aus diesen Eiern schlüpfen schließlich die Larven, die sich nach und nach zu bis zu 5 cm langen, grün schwarz gepunkteten Raupen entwickeln. Die Raupen fressen zu erst die Blätter des Buchsbaums und anschließend sogar die Rinde an den Ästen. Dabei sterben alle Pflanzenteile des Buchsbaums oberhalb der Fraßstelle ab.

Befallene Buchsbäume sehen meist beige-gelblich aus, haben kaum noch Blätter und sind häufig von den Raupen eingesponnen. In Mitteleuropa tritt der Buchsbaumzünsler zwischen März und Oktober auf. Vermutlich wurde der Buchsbaumzünsler aus Ostasien über ein Containerschiff nach Deutschland eingeschleppt. Mittlerweile hat sich der Schädling in zahlreichen Ländern Mitteleuropas verbreitet.

Der Buchsbaumzünsler - alle Infos auf einen Blick
 

Mittel gegen den Buchsbaumzünsler

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Zur Früherkennung
Solabiol Buchsbaumzünsler-Falle, zur insektzidfreien Befallskontrolle von Buchsbaumzünsler Faltern, mit zwei Pheromonbehältern
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Neudorff Raupenfrei Xentari 25g gegen Buchsbaumzünsler an Buchsbäumen
Wirkstoff
Pheromone
Bacillus thuringiensis
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Lebenszyklus des Buchsbaumzünslers

Lebensweise des Buchsbaumzünslers

Der Buchsbaumzünsler Falter

Die Buchsbaumzünsler-Falter sind hauptsächlich weiß mit einem schwarzen Muster. Es kommen aber auch schwarze oder braune Falter mit weißen Punkten vor. Die Vorderflügel sind in den meisten Fällen weiß mit braunen Außenrändern. Die Flügelspannweite der Falter beträgt ca. 40 – 45mm.

Buchsbaumzünslerfalter auf einem Buchsbaum

Ein Buchsbaumzünslerfalter © Eileen Kumpf / Fotolia.com

Die Falter sitzen nicht unbedingt an Buchsbäumen, sondern zumeist an der Blattunterseite benachbarter Gewächse und suchen die Buchsbäume lediglich zum Eierlegen auf. Zum Eierlegen werden von den Falter-Weibchen Buchsbäume bevorzugt, die noch nicht befallen wurden, was wiederum die Ausbreitung begünstigt. Die Falter-Weibchen können bis zu 150 Eier ablegen. Die Lebenszeit der vorwiegend nachtaktiven Falter beträgt ca. 9 Tage. In dieser Zeit paaren sich die männlichen mit den weiblichen Faltern und es kommt zur Eiablage. Anschließend sterben die Falter.

Schwarzer Falter des Buchsbaumzünslers

Ein schwarzer Falter des Buchsbaumzünslers mit weißen Punkten.
Aufgenommen am 15.05.2020. Berlin. © Buchsbaumzuensler.net

Normalerweise kommt es in Mitteleuropa zu zwei Faltergenerationen pro Jahr. Die erste Generation Falter tritt ungefähr Ende Mai / Anfang Juni auf. Eine zweite Generation folgt – je nach Witterung – ungefähr Ende August / Anfang September. Das Auftreten der Falter hängt stark von der Geschwindigkeit ab, mit der die Raupen ihre Larvenstadien bis zur Verpuppung durchlaufen.

Da dies Temperaturabhängig ist, kann man nur grob vorhersagen, wann die jeweilige Faltergeneration auftritt. In besonders warmen Jahren beschleunigt sich das Durchlaufen der Larvenstadien, sodass es auch zu einer dritten Buchsbaumzünslergeneration kommen kann. Ungefähr ist dann mit der ersten Generation Falter im Mai, mit der zweiten Generation im Juli und der dritten Generation im September zu rechnen.

Die Eiablage und die Entwicklung zur Raupe

Nachdem sich die Buchsbaumzünsler-Falter gepaart haben, fliegen die Weibchen zwecks Eiablage zu den Buchsbäumen und legen ihre blassgelben und linsenförmigen Eier vor allem an der Unterseite der äußeren Blätter des Buchsbaums ab.

Eier vom Buchsbaumzünsler

Nachdem die weiblichen Falter des Buchsbaumzünslers ihre Eier auf den Blättern des Buchsbaums abgelegt haben, … © BIOSPHOTO / Alamy Stock Foto

Aus den Eiern geschlüpfte Larven des Buchsbaumzünslers

…schlüpfen nach ca. drei Tagen die Larven des Buchsbaumzünslers aus den Eiern und beginnen zu fressen. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um Bacillus thuringiensis zu spritzen. © BIOSPHOTO / Alamy Stock Foto

Liegen die Temperaturen konstant über 7°C schlüpfen nach ca. 3 Tagen die gelblich grünen Larven des Buchsbaumzünslers aus den Eiern und beginnen mit dem Fressen. Die Larven durchlaufen bei Temperaturen von ca. 15°C innerhalb von zehn Wochen bis zu sieben Larvenstadien, in denen sie sich zu etwa 5cm großen Raupen entwickeln.

Liegen die Temperaturen zwischen 18 und 30°C so findet der Buchsbaumzünsler ideale Bedingungen vor. Die Entwicklung der Raupen beschleunigt sich, sodass die Larvenstadien in nur ca. drei Wochen durchlaufen werden. Bei solchen Bedingungen kann der Zünsler während eines Jahres bis zu drei Generationen hervorbringen. Dies ermöglicht eine rasante Verbreitung und erschwert die Bekämpfung des Schädlings.

Verpuppte Buchsbaumzünsler im Buchsbaum

Nachdem die Raupen bis zu sieben Larvenstadien durchlaufen haben, verpuppen sie sich. Wenn es kalt wird, können sie in den Kokons überwintern. © Jürgen Kottmann – stock.adobe.com

Das Verpuppen und Überwintern der Raupen

Nach dem Durchlaufen der Larvenstadien verpuppen sich die Raupen in Kokons und werden nach ca. einer Woche wiederum zu Faltern. Da in einer Saison mehrere Generationen von Schädlingen entstehen, überwintert die letzte Generation Raupen im dritten oder vierten Larvenstadium zwischen den Blättern und Ästen des Buchsbaums in einem Kokon. Dieser Kokon besteht aus verklebten und verformten Blättern und bietet ausreichend Schutz, um Temperaturen von bis zu minus 10°C überstehen zu können. Die verklebten Kokons schützen zudem auch vor Angreifern oder Insektiziden. Auch dieser Umstand erschwert die Bekämpfung des Schädlings.

Wenn die Temperaturen im Frühjahr wieder wärmer werden und konstant über 7°C liegen, befreien sich die im Herbst vorherigen Jahres verpuppten Jungraupen aus ihren Kokons und beginnen wieder mit dem Fressen. Diese durchlaufen ihre restlichen Larvenstadien, verpuppen sich und werden schließlich zu Faltern. Die erste Faltergeneration tritt je nach Witterung ungefähr Ende Mai bis Anfang Juni auf.

Eine junge Raupe des Buchsbaumzünslers

Eine im Frühjahr aus ihrem Kokon geschlüpfte Jungraupe des Buchsbaumzünslers nach dem Überwintern.
Aufgenommen am 19.04.2020. Berlin. © Buchsbaumzuensler.net

Bacillus thuringiensis als Insektizid gegen den Buchsbaumzünsler

Die genaue Kenntnis des Lebenszyklus vom Buchsbaumzünsler ist von großer Bedeutung für eine erfolgreiche Bekämpfung. Das biologische Insektizid Bacillus thuringiensis hat sich bereits als geeignet für die Bekämpfung des Schädlings erwiesen und wird zudem vom Umweltbundesamt zur Bekämpfung des Buchsbaumzünslers empfohlen.

Idealerweise werden die Buchsbaumzünslerraupen mit dem Insektizid bekämpft während sie sich noch in ihren Anfangsstadien befinden und gerade mit dem Fressen beginnen. Um diesen Zeitpunkt zu ermitteln, können Buchsbaumzünslerfallen behilflich sein. Mit diesen Fallen kann man den Zeitpunkt des Falterflugs bzw. der Eiablage ermitteln und somit auf den Zeitpunkt schließen, wann die Raupen zu fressen beginnen. Ca. 10 – 14 Tage nach dem Falterflug sollte man mit dem Spritzen beginnen. Die Temperaturen sollten höher als 15°C sein, damit die Raupen ausreichend Fressen.

Der Lebenszyklus des Buchsbaumzünslers - Zusammenfassung
  • Die Buchsbaumzünslerfalter leben für ca. 9 Tage. In dieser Zeit paaren sie sich und legen ihre Eier.
  • Die erste Faltergeneration tritt ca. Ende Mai / Anfang Juni auf. Die zweite Generation ca. Ende August / Anfang September.
  • In sehr warmen Jahren kann es zu einer dritten Generation Faltern kommen.
  • Nach ca. 3 Tagen schlüpfen die Larven aus den Eiern und durchlaufen bis zu 7 Larvenstadien.
  • Die Larvenstadien werden witterungsabhängig innerhalb von 3 – 10 Wochen durchlaufen.
  • Wurden alle Larvenstadien durchlaufen, verpuppen sich die Raupen und werden nach ca. einer Woche zu Faltern.
  • Die letzte Zünsler-Generation überwintert im 3. oder 4. Larvenstadium in einem Kokon.
  • Steigen im Frühjahr die Temperaturen auf konstant über 7°C, schlüpfen die verpuppten Jungraupen aus ihren Kokons und beginnen wieder mit dem Fressen.

 

 

 

Einen Befall durch den Zünsler erkennen – das Schadbild

Schadbild bei Befall durch den Buchsbaumzünsler

Ein bereits fortgeschrittener Befall des Buchsbaums durch den Buchsbaumzünsler. © Buchsbaumzuensler.net

Bei starkem Befall durch den Buchsbaumzünsler können Buchsbäume absterben. Die durch den Schädling vor allem betroffenen Buchsbaumsorten sind die in Deutschland beheimateten Arten „Gewöhnlicher Buchsbaum“ (Buxus sempervirens) und der eher selten vorkommende „Kleinblättrige Buchsbaum“ (Buxus microhylla).

Im frühen Stadium ist es zunächst schwierig den Befall durch den Buchsbaumzünsler zu erkennen. Nachdem die Falter ihre Eier vor allem an der Unterseite der äußeren Blättern des Buchsbaums abgelegt haben, schlüpfen die Larven und begeben sich in das Innere des Buchsbaums, um dort mit dem Fressen zu beginnen.

Charakteristisch für die Larven des Buchsbaumzünslers ist der sogenannten „Schabefraß“ wodurch nur die obere Schicht der Blätter durch die Mundwerkzeuge der Larven abgeschabt wird. Zurück bleiben helle Flecken an den Oberseiten der Blätter. Zu diesem Zeitpunkt ist ein Befall durch den Buchsbaumzünsler nur schwer zu erkennen. Normalerweise können sich die Zünsler in diesem Stadium unentdeckt dem Fressen hingeben. Die auffälligsten Anzeichen für einen Befall zu diesem Zeitpunkt sind die bereits genannten hellen Flecken auf den Blättern sowie kleine weiße Gespinste im Inneren des Gewächses, in denen sich Larven und grün braune Kotkrümel befinden.

Buchsbaumzünsler Schadbild Gespinnste Kotkrümel

Charakteristisch für einen Befall durch den Buchsbaumzünsler sind neben den Gespinnsten auch die grün braunen Kotkrümel, welche die Raupen ausscheiden. Ebenfalls zu erkennen sind die durch den Schabefraß abgefressenen oberen Schichten der Blätter. © VRD – stock.adobe.com

Je älter die Buchsbaumzünslerraupe wird, desto mehr beginnt sie damit ganze Blätter sowie die Rinde der Äste zu fressen. Auch arbeitet sich die Raupe vom Inneren des Buchsbaums zur Außenseite des Gewächses vor. Der Befall ist nun leichter an den abgefressenen Blättern und den Raupen an der Außenseite zu erkennen. Je länger sich die Raupen dem Fressen im Buchsbaum hingeben können, desto größer werden auch die von den Raupen gesponnenen weißen Gespinste. Diese sind nun auch an der Außenseite des Buchses zu erkennen.

Mit fortschreitender Dauer des Befalls, werden immer mehr Blätter und Rinde an den Ästen abgefressen. Hierdurch sterben die betroffenen Teile des Buchses ab und verfärben sich gelblich beige. Ein befallener Buchsbaum in diesem Stadium ist bereits von Weitem zu erkennen.

überwinterte Buchsbaumzünslerraupe zwischen Gespinsten und abgefressenen Blättern

Ein nach dem Überwintern aus seinem Kokon geschlüpfter Buchsbaumzünsler zwischen abgefressenen Blättern und Gespinsten. © Buchsbaumzuensler.net

Wurde ein Buchsbaum einmal befallen, so stirbt dieser nicht zwangsläufig ab, sondern kann sich wieder erholen. Ein Rückschnitt kann den Buchsbaum zum Neuaustrieb animieren und vor der völligen Zerstörung bewahren.
Wichtig ist jedoch, einen erneuten Befall um jeden Preis zu vermeiden. Denn bei wiederholtem Befall der Pflanze durch den Schädling wird ein Überleben der Pflanze immer unwahrscheinlicher.

Aus China sind Fälle bekannt, in denen der Buchsbaumzünsler nicht nur Buchsbäume befällt, sondern auch Ilex Arten wie z.B. Stechpalmen oder Euonymus Arten wie z.B. Spindelstrauch und Pfaffenhütchen. In Europa wurde dies jedoch noch nicht beobachtet, allerdings sollte man hier besonders wachsam sein.

 

Das Schadbild durch Buchsbaumzünslerbefall - Zusammenfassung
  • Eier werden an den Unterseiten der äußeren Blätter abgelegt.
  • Junge Larven beginnen im Inneren des Buchses mit dem Fressen.
  • Helle Flecken auf den Blättern sowie weiße Gespinste im Inneren des Buchses lassen auf einen Befall schließen.
  • Mit zunehmender Dauer werden die Blätter und Rinde komplett abgefressen.
  • Stark befallene Buchsbäume können komplett vom Zünsler eingesponnen werden.
  • Abgefressene Pflanzenteile sterben ab und färben sich gelblich beige.

 

 

Ist der Buchsbaumzünsler giftig?

Da sich der Buchsbaumzünsler von Buchsbäumen ernährt, nimmt die Raupe die giftigen Stoffe des Buchsbaums beim Verzehr in sich auf. Diese Stoffe bestehen z.B. aus verschiedenen Alkaloiden wie etwa Buxin, welche bei Menschen wie auch Tieren zum Erbrechen oder weiteren Vergiftungssymptomen führen können. Durch die Aufnahme dieser toxischen Stoffe ist der Verzehr des Buchsbaumzünslers für Tier wie Mensch giftig.

Dieser Umstand führte wiederum dazu, dass sich der Schädling in Mitteleuropa bisher stark ausbreiten konnte, weil natürliche Fraßfeinde fehlen. Allerdings scheinen sich mittlerweile einige Vogelarten auf den Verzehr des Zünslers einzustellen. Es gibt vermehrt Beobachtungen (auch hier auf dieser Seite in den Nutzerkommentaren), wonach Spatzen und Kohlmeisen die Raupe fressen.

Buchsbaumzuensler giftig

Der Buchsbaumzünsler ist nur in geringem Maße giftig. Ein Verzehr kann zu Vergiftungserscheinungen führen. © Zerbor – stock.adobe.com

Das Berühren des Buchsbaumzünslers dürfte für den Menschen hingegen unbedenklich sein. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Gifte von der Raupe durch Berührung auf den Mensch übertragen werden. Wer aber sicher gehen möchte, sollte einfach seine Hände mit Gartenhandschuhen schützen oder sich zumindest nach einem Kontakt mit der Raupe gründlich die Hände waschen.

Haben Sie einen Befall durch den Buchsbaumzünsler im Garten festgestellt, so besteht keine Meldepflicht. Weil der Zünsler nur in sehr geringer Form giftig ist, besteht keine Lebensgefahr für Mensch und Tier. Meldepflichtig sind Schädlinge immer dann, wenn eine große Gefahr für Mensch und Tier von ihnen ausgeht. Dies ist beim Buchsbaumzünsler nicht der Fall.

Ist der Buchsbaumzünsler gifitg? - Zusammenfassung
  • Raupe nimmt giftige Stoffe des Buchsbaums auf
  • Verzehr der Raupe kann zu Erbrechen und anderen Vergiftungserscheinungen führen.
  • Es ist sehr unwahrscheinlich, dass giftige Stoffe durch das Berühren der Raupe auf den Mensch übertragen werden.
  • Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Handschuhe tragen oder sich nach dem Berühren die Hände waschen.
  • Es besteht keine Meldepflicht bei Befall durch den Buchsbaumzünsler.

 

Ausbreitung des Buchsbaumzünslers

Ein Buchsbaumzünsler Falter vor einem Buchsbaum

Die weiblichen Buchsbaumzünsler Falter machen die Buchsbäume in der näheren Umgebung ausfindig, um dort Ihre Eier auf den Blättern abzulegen. © Jürgen Kottmann – stock.adobe.com

Da sich der Buchsbaumzünsler mittlerweile in Europa etabliert hat, handelt es sich bei dem Schädling um ein Neozoon (invasive Art). Der ursprünglich aus Ostasien stammende Buchsbaumzünsler wurde erstmals im Frühjahr 2006 in Deutschland bemerkt. In den folgenden Jahren wurde der Schädling auch in der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien und Österreich gesichtet. Seit 2012 wurden auch aus Belgien, Türkei, Slowakei, Ungarn und Rumänien Befälle gemeldet.

Es wird vermutet, dass die Larve über ein Containerschiff aus Asien nach Deutschland eingeschleppt wurde. Diese Theorie gilt auch deshalb als sehr wahrscheinlich, weil die ersten Befallsherde durch den Buchsbaumzünsler stets in der Umgebung von Rhein-Binnenhäfen verzeichnet wurden. Mittlerweile wurden aber auch befallene Gebiete rund um Gartencenter weit Abseits des Rheins beobachtet. Dies lässt den Schluss zu, dass der Schädling samt Pflanzen in diese Gegenden transportiert wurde. Da sich die Schädlinge vor allem auch durch den Pflanzenhandel rasant ausbreiten, ist es äußerst ratsam, Buchsbäume vor dem Kauf gründlich auf den Schädlingsbefall zu untersuchen.

Hilfreich können hier auch extra für den Buchsbaumzünsler entwickelte Buchsbaumzünslerfallen sein, welche die männlichen Falter anlocken. Ist der Schädling bereits im näheren Umreis oder dem Garten vorhanden, können die Pheromonfallen auch darüber Aufschluss geben, wann mit der nächsten Buchsbaumzünsler-Generation zu rechnen ist. Alle Informationen rund um Bekämpfung des Buchsbaumzünslers finden Sie auf der Bekämpfungsseite.

Ausbreitung des Buchsbaumzünslers - Zusammenfassung
  • Buchsbaumzünsler wurde aus Ostasien eingeschleppt.
  • Erstmals im Frühjahr 2006 in Deutschland festgestellt.
  • Mittlerweile hat sich der Buchsbaumzünsler in ganz Mitteleuropa verbreitet.
  • Pflanzenhandel trägt zur Ausbreitung des Buchsbaumzünslers bei.
  • Vor dem Kauf von Buchsbäumen sollten diese gründlich auf einen Befall kontrolliert werden.

 

 

 

Wichtiger Hinweis!
Unsere Informationen über den Buchsbaumzünsler sind ohne Gewähr und die Bekämpfung des Buchsbaumzünslers erfolgt auf eigene Gefahr. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden jeglicher Art.

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